Managersichten SJB Substanz, SJB Surplus: Craton Capital Precious Metal Fund (WKN A14S65) Juli 2022

Markus Bachmann. FondsManager. Craton Capital Precious Metal Fund.

Der Goldpreis hat in einem generell schwierigen Marktumfeld seit Jahresbeginn lediglich 3,5 % in US-Dollar eingebüßt und gemessen in Euro sogar um 7.8 % zugelegt. Der über den gleichen Zeitraum beobachtete Rückgang der Notierungen der Minenwerte erscheint vor diesem Hintergrund und in diesem Ausmaß als wenig gerechtfertigt. In einem angespannten Marktumfeld verzeichnete der Craton Capital Precious Metal Fund (WKN A14S65, ISIN LI0214430949) im Juli eine positive Monatsrendite von +4,04 Prozent und entwickelte sich klar besser als die Benchmark, die 2,46 Prozent ihres Wertes verlor. Rohstoffexperte Markus Bachmann berichtet, dass Edelmetalle und Minenwerte sich in einer äußerst konstruktiven Ausgangslage befinden und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die zweijährige Korrektur bald abgeschlossen sein könnte. Der Craton-FondsManager analysiert in seinem Monatsbericht die aktuelle Lage im Edelmetallsektor und bringt FondsInvestoren der Strategien SJB Substanz und SJB Surplus auf den neuesten Stand.

Unsere wichtigsten Beobachtungen für den Berichtszeitraum

Die Abkehr von ihrer jahrzehntelangen laschen Geldpolitik der US Notenbank ist der alles dominierende Einschnitt, der die Finanzmärkte seit Jahresbeginn bluten lässt. Sie war auch im Juli das beherrschende Thema und wird auch in den kommenden Monaten der wichtigste Einflussfaktor für die Wirtschaft und die globalen Finanzmärkte bleiben. Ob es Anlegern gefällt oder nicht, die US-Notenbank hat sich zur globalen Zentralbank entwickelt. Wenn Herr Powell und seine Kollegen das Wort ergreifen, ist höchste Aufmerksamkeit gefragt. Die äusserst straffe Geldpolitik und vor allem das fehlende „Candy“ für den Markt (Liquidität, ein “Pivot”, also eine Abkehr von dieser sehr straffen Geldpolitik) hat viele überrumpelt, und Entzugserscheinungen sind an den Märkten spürbar. Der angesehene Marktkommentator Larry McDonald schätzt, dass sich die “Zerstörung” der Vermögenswerte (d.h. Aktien, Anleihen usw.) allein in den USA seit Jahresbeginn auf 30 Billionen US-Dollar beläuft. Er führt diese Entwicklung auf die wesentlich straffere Geldpolitik der Fed zurück. Fairerweise muss konstatiert werden, dass nicht die gesamte epische Vermögensvernichtung der Fed angelastet werden kann; aber es geht immer noch um sehr viel Geld! Die Gretchenfrage, mit welcher sich die Anleger auseinandersetzen müssen, besteht darin, dass die Maßnahmen der Fed primär von rückwärtsgerichteten Daten (z.B. Inflation oder Arbeitsmarktdaten), der Verlauf der Finanzmärkte hingegen von der Erwartung zukünftiger Entwicklungen bestimmt werden. Da diese beiden Ansätze oft nicht miteinander korrelieren, erhöht sich das Risiko eines geldpolitischen Irrtums und weiterer Marktvolatilität. Wir knüpfen an die Beobachtungen des letzten Monats an: Der Dollar-Index DXY erreichte um die Monatsmitte seinen Höchststand. Die US-Renditen sowie die Renditen von Bundesanleihen gingen zurück, und der japanische Yen stoppte seine Abwertungsspirale; auch der Ölpreis ist seit Mitte Juli rückläufig. Obgleich diese Bewegungen für die Marktaussichten von Bedeutung sind, werden erst die kommenden Monate zeigen, ob eine nachhaltige Trendwende stattfinden wird. Der Goldpreis ging im Berichtszeitraum in US-Dollar um 2,4% zurück, während er in Euro leicht zulegte. Der Silberpreis blieb unverändert, während der Preiskorb für Platingruppenmetalle um 3,4% zulegte. Die im letzten Monatsbericht gemachte Beobachtung hat an Relevanz nichts eingebüsst: Die Metalle und Minenwerte befinden sich nach der zweijährigen Korrektur in einer entscheidenden Bodenbildung. Die Bewertungen sind im Vergleich zu den historischen Niveaus weiterhin sehr attraktiv. Die meisten Goldproduzenten scheinen einen langfristigen Goldpreis von USD 1400 pro Unze zu diskontieren. Diesen Abschlag erachten wir im Vergleich zu den aktuellen Notierungen als viel zu hoch, und die Bewertungsdifferenz der Minenwerte zum langfristigen Mittelwert als zu groß, um gerechtfertigt zu sein.

Der Craton Capital Precious Metal Fund

Der Craton Capital Precious Metal Fund erzielte im Juli eine Rendite von +4,04% und lag damit deutlich über der Benchmark, die -2,46% einbüsste. Zahlreiche Anlagen der Strategie trugen zu diesem Ergebnis bei, unter anderem schlugen auch die meisten Silberproduzenten positiv zu Buche. Unsere Beobachtung, wonach Edelmetalle und Minenwerte sich in einer äußerst konstruktiven Ausgangslage befinden, und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die zweijährige Korrektur, wenn sie es nicht schon ist, bald abgeschlossen sein könnte, hat sich hierdurch bestätigt. Der Goldpreis hat in einem generell äussert schwierigen Marktumfeld seit Jahresbeginn lediglich 3.5 % in US-Dollar eingebüßt und gemessen in Euro sogar um 7.8 % zugelegt. Der über den gleichen Zeitraum beobachtete Rückgang der Notierungen der Minenwerte erscheint vor diesem Hintergrund und in diesem Ausmaß als wenig gerechtfertigt.

Siehe auch

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