Pressemitteilung DNB Asset Management: Erneuerbare Energien: Rekordaufträge im Bereich der Windenergie

DNB| Luxemburg, 17.04.2024

Die Herausforderungen rund um die Energiewende sind für die Unternehmen aufgrund hoher Zinssätze, regulatorischer Änderungen und schwankender sowie schnell fallender Inputkosten nicht unerheblich. Die langfristigen Wachstumsaussichten in einem schnell wachsenden Markt sind jedoch intakt, und noch nie wurde so viel Geld in saubere Energien investiert. Die Turbulenzen der Energiewende sind somit konjunkturell bedingt: Zeiten der Überinvestition folgen auf Zeiten der Unterinvestition.

Diese Zyklen pendeln jedoch um einen zunehmenden Trend, da die Energiewende voranschreitet und die negativen Auswirkungen der Staaten, welche die globalen Umweltziele nicht erreichen, die Kosten und den globalen Produktivitätsverlust aufgrund des beschleunigten Klimawandels erhöhen. Dies bestätigt auch die Tatsache, dass Investitionen in saubere Energien im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht haben und deutlich über jenen in fossile Brennstoffe lagen.

Die relative Bewertung des Sektors ist angesichts der eher negativen Stimmung äußerst attraktiv. Aktuell sind wir mehr als drei Jahre in einem Sektor-Reset. Dieser Rückgang dauert bereits etwas länger und hat die relative Performance erheblich beeinträchtigt, im Vergleich zum Beispiel zur Technologieblase von 2002. Auch wenn die Dynamik und Stimmung derzeit noch schwach sind, was sich in der niedrigen relativen Bewertung widerspiegelt, stellen sich die Fundamentaldaten und der Zugang zu Fremdkapital wesentlich positiver dar. Entscheidend für die Investoren im Jahr 2024 wird sicherlich sein, neben dem Umsatzwachstum auch die Gewinnsteigerung und die Wertschöpfung im Blick zu behalten. Das bedeutet, die Unternehmen müssen über klare Wettbewerbsvorteile verfügen.

Übernahmen könnten zunehmen

Innerhalb der einzelnen Subsegmente erscheint der Windkraftsektor angesichts des Rekordauftragseingangs und der sich verbessernden Gewinnspannen aktuell sehr chancenreich. Die Solarbranche dürfte in diesem Jahr die Talsohle erreichen, da die Auftragsvolumen und die Preise für die Anlagen zuletzt deutlich gesunken sind und mit Kapazitätsstilllegungen einhergingen. Zugleich sind die relativen Bewertungen in diesem Sektor niedrig.

Batteriespeicher und Batteriematerialien kamen ähnlich unter Druck wie die Solarbranche, da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gesunken ist. Deutlich besser abgeschnitten haben hingegen die Sektoren Energieeffizienz und Stromnetze, da sie nicht der gleichen Sektordynamik ausgesetzt sind und sich die Konjunktur grundsätzlich vergleichsweise solide hält.

Brennstoffzellenhersteller wiederum haben mit steigenden Kosten für die Herstellung von grünem Wasserstoff zu kämpfen. Versorger und Stromerzeuger mussten schließlich im Zuge des raschen Zinsanstiegs phasenweise Projekte zurückstellen und zählten seit Beginn dieses Jahres zu den Underperformern. Die Talsohle in diesem Bereich dürfte aber durchschritten sein.

Auf den gesamten Sektor der erneuerbaren Energien bezogen wären wir nicht überrascht, wenn es wieder vermehrt zu Fusionen und Übernahmen käme. In der Vergangenheit war dies bei Bewertungsdiskrepanzen, wie wir sie derzeit am Markt sehen, verstärkt zu beobachten.

Positives regulatorisches Umfeld

Die US-Präsidentschaftswahlen im November tragen zweifellos zur aktuell gedämpften Stimmung im Energiesektor bei, da sie eine gewisse Unsicherheit schaffen. Unsere Erfahrung aus der letzten Amtszeit von Trump als US-Präsident zeigt gleichwohl, dass der Renewable Energy-Sektor dank der starken parteiübergreifenden Unterstützung weitergewachsen ist.

Bleibt ein Blick auf das regulatorische Umfeld. Regulatorische Veränderungen werden im Bereich erneuerbarer Energien immer zu den Rahmenbedingungen gehören, da der Energiesektor schon immer stark reguliert war. Die Unterstützung für den Sektor nach der Covid-Pandemie mit dem US Inflation Reduction Act und dem EU Green Deal sowie weiteren Aktivitäten verläuft insgesamt sehr positiv und dürfte dem Sektor für die Zukunft deutlichen Rückenwind verleihen.

Kommentar von Christian Rom, Portfoliomanager des DNB Fund Renewable Energy bei DNB Asset Management

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