Managersichten SJB Defensiv Int Z 8+, SJB Substanz Z5+, SJB Erhaltung Z6+, SJB Surplus Z7+: Craton Precious Metal Funds WKN A14S65 Oktober 2015

Markus Bachmann. FondsManager. Craton Capital Precious Metal Fund.
Markus Bachmann. FondsManager. Craton Capital Precious Metal Fund.

“Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles.” Behauptet Goethe in seinem Faust. Im Oktober schien sich das zu bestätigen. Zumindest sorgte die Unsicherheit durch die Ankündigung der EZB mehr und länger Geld zu drucken zu wollen für eine kurzfristige Erholung.

Doch was des Pudels Kern war, stellt Markus Bachmann, Manager der FondsEmpfehlung Craton Precious Metal Fund WKN A14S65 in den Strategien SJB Liquidität, SJB Substanz, SJB Erhaltung und SJB Surplus in seinem Marktbericht dar.

Die endlos erscheinenden Spekulationen einer Zinswende der US-Notenbank scheinen die entscheidenden Einflussfaktoren für den Goldpreis zu sein und führten im Oktober erneut zu erheblichen Preisschwankungen. Unterstützt von den gemäßigten Kommentaren der FOMC nach deren September-Sitzung, setzte der Goldpreis zunächst seine gestartete Rallye fort. Mitte des
Monats schien eine Zinswende in weiter Ferne und der Goldpreis stieg auf ein Vier-Monats-Hoch auf über USD 1.180 pro Unze.

Verbesserte Konjunkturdaten in den USA, weltweit zurückgehende Volatilität und eine wieder positivere Einschätzung nach
der Oktober Fed-Sitzung, dass eine Leitzinswende noch in 2015 wahrscheinlicher werde, ließ den Goldpreis innerhalb kurzer Zeit einbrechen. Zum Monatsende war der Goldpreis mit 2,4% im Plus, der Fonds mit 4,0% und die Benchmark, maßgeblich
getrieben von den Large Caps, mit 10,5%.

Die erste US-Leitzinserhöhung nach fast einer Dekade ist offensichtlich der bestimmende Einflussfaktor für den Goldpreis. Allerdings zeigt die Entwicklung der letzten 30 Jahre, dass der Goldpreis unmittelbar nach Leitzinsänderungen und während
eines neuen Zinszyklus stark stieg. Negativ beeinflusst war der Goldpreis in der Regel bei Zinserhöhungen über 2 bis 3 Prozent also ziemlich weit weg von heutigen möglichen Schritten. Eine wachsende Zahl maßgeblicher Ökonomen erwartet langfristig sehr niedrige Zinsniveaus und begründet dies mit deutlichen Anzeichen steigender Inflation.

Wir vermuten, dass diese Indikatoren und eine moderate Zinserhöhung nach den schier endlosen Diskussionen, ein positiver Katalysator für den Goldpreis sein sollte. Die am 6. November veröffentlichten positiven US-Arbeitsmarktzahlen erhöhen die Chancen einer Zinswende. Der erste unmittelbare Reflex könnte, wie aktuell geschehen, kurzfristig zunächst negativ für den Goldpreis sein. Die Märkte werden sich aber schnell an das niedrige und niedrig bleibende Zinsniveau gewöhnen und den Goldpreis beflügeln.

Die Berichtssaison des dritten Quartals hat auch für Goldminenunternehmen begonnen. Wie immer sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Zu beobachten ist eindeutig, dass die Kostenreduktionen auch in Q3 fortgesetzt wurden. Neben
niedrigeren Ölpreisen und schwachen Währungen in den Produzenten-Ländern resultieren revidierte Minenpläne in robusteren Gewinnspannen. Der Sektor zeichnet sich durch positive Free Cash Flows aus, wahrscheinlich die höchsten seit drei Jahren.
Selbst auf dem derzeitigen niedrigen Goldpreisniveau sind wir sehr positiv über die operationellen Verbesserungen und die Entwicklung der Margen.

Der Sektor ist extrem überverkauft und wird vom allgemeinen und institutionellen Geld völlig ignoriert. Bewertungen sind billig. Sobald das weiterhin niedrige Zinsniveau im Goldpreis verarbeitet ist und die fundamentalen Parameter wie verbesserte
Kostenkontrolle, schlanke Operationen und verbesserte Gewinnspannen wieder in den Blickpunkt rücken, sind die Aussichten für Investoren sehr attraktiv.

 

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