Pressemitteilung Warburg Invest Kapitalanlagegesellschaft: Deutschland: Schwaches Wachstum zu Jahresbeginn

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 Warburg | Hamburg, 15.05.2015.

Sehr geehrte Damen und Herren, anbei erhalten Sie unseren Flash Report “Konjunktur und Strategie” für die 21. KW 2015 mit dem Thema: Deutschland: Schwaches Wachstum zu Jahresbeginn – Konjunkturprognose nach unten revidiert

Die deutsche Wirtschaft hat sich zu Beginn des Jahres verhaltener entwickelt, als es die Prognosen und die positive Entwicklung der Frühindikatoren haben erwarten lassen. Der Zuwachs des realen Bruttoinlandsproduktes fiel mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal nur knapp halb so hoch aus wie noch im Schlussquartal 2014. Dies ist auf den ersten Blick eine Enttäuschung, denn die Abwertung des Euro, das niedrige Zinsniveau und die gesunkenen Rohstoffpreise hätten sich eigentlich positiver auf die konjunkturelle Dynamik auswirken sollen als es die jetzigen Zahlen zeigen.

Dennoch sollte man die wirtschaftliche Entwicklung der ersten drei Monate nicht zu negativ beurteilen, denn vor allem die Binnennachfrage hat sich in diesem Zeitraum ähnlich positiv entwickelt wie es im vierten Quartal 2014 der Fall war. Insofern ist das schwächere Wachstum zu Jahresbeginn auf den negativen Wachstumsbeitrag des Außenhandels zurückzuführen. Für den ehemaligen Exportweltmeister Deutschland sind dies – zumindest auf den ersten Blick – ungewohnte Nachrichten.

Solange der Konsum und die Investitionen die Lücke schließen können, die die schwächere Exportdynamik hinterlässt, wird die deutsche Wirtschaft dennoch ordentlich wachsen können. 2015 wird dies der Fall sein, wenngleich wir unsere Wachstumsprognose aufgrund des schwachen Jahresauftaktes etwas nach unten revidieren müssen. Bislang hatten wir ein Wirtschaftswachstum von 2,0% erwartet, nun gehen wir davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt um 1,7% wachsen wird. Auch wenn sich dies nur nach einem vergleichsweise schwachen wirtschaftlichen Wachstum anhört, darf man nicht vergessen, dass das Wachstumspotenzial in Deutschland bei kaum mehr als einem Prozent liegt. Von daher sind Wachstumsraten wie in diesem und im vergangenen Jahr von rund 1,5 Prozent durchaus ein Indiz dafür, dass sich die deutsche Wirtschaft in einem recht starken Aufschwung befindet und man die derzeitige Situation annähernd als “Hochkonjunktur” bezeichnen kann.

Ein rückläufiges Wachstumspotenzial ist übrigens nicht nur in Deutschland zu beobachten, sondern dies ist ein weit verbreitetes, fast als global zu bezeichnendes Phänomen. Es gibt zwei Ursachen, die hierfür verantwortlich sind: Zum einen ein in vielen Ländern rückläufiges Arbeitskräfteangebot und zum anderen eine schwache Produktivitätsentwicklung. Die angeführten strukturellen Entwicklungen machen es derzeit wenig wahrscheinlich, dass sich das globale Wirtschaftswachstum in der nächsten Zeit deutlich beschleunigen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre WARBURG INVEST KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT MBH

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Geschäftsführer: Udo Hirschhäuser, Matthias Mansel
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