FondsPerle: BHF Flexible Allocation FT (WKN A0M003). Perspektiven 2015.

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Dr. Manfred Schlumberger, FondsManager des BHF Flexible Allocation FT

   SJB | Korschenbroich, 09.12.2014. FondsManager Dr. Manfred Schlumberger verwaltet den BHF Flexible Allocation FT (WKN A0M003, ISIN LU0319572730), einen mit flexibler Aktienquote operierenden Mischfonds, der sich langfristig sehr positiv entwickelt hat. In einer Anfang Dezember statt gefundenen Online-Präsentation, an der die SJB für ihre Kunden und alle interessierten FondsInvestoren teilgenommen hat, berichtet Marktexperte Schlumberger über die jüngsten Marktentwicklungen sowie seinen Ausblick für das Anlagejahr 2015. Wie hat er das Portfolio des flexiblen Mischfonds aktuell ausgerichtet, welche Perspektiven sieht er für das nächste Jahr?

Da die ersten Banken in Deutschland beginnen, ihren Kunden Strafzinsen für Sichtguthaben berechnen, nennt FondsManager Dr. Schlumberger die Aktienanlage den „Hoffnungsträger für Renditesuchende“. Doch die Märkte sind volatil – gerade die letzten Monate an den Börsen waren von heftigen Turbulenzen gekennzeichnet. Bis Mitte Oktober waren die Kurse im freien Fall, der DAX rutschte unter die 8.500-Punkte-Marke ab. Seitdem ging es aber wieder deutlich nach oben, was sich auch an der Wertentwicklung des BHF Fexible Allocation FT festmachen ließ. Dieser legte einen starken Zwischenspurt ein und verzeichnete einen Wertzuwachs von 9,0 Prozent in den vergangenen sechs Wochen.

Tatsächlich war die Entwicklung der Aktienmärkte im Oktober und November nichts für schwache Nerven, wie Schlumberger in seinem von der SJB besuchten Webinar betont. Schwache Konjunkturdaten und aufkommende Rezessionsängste ließen die Kurse weltweit kräftig nach unten rutschen. Doch direkt danach legten die Märkte einen starken Turnaround hin, der sie wieder in die absolute Nähe der historischen Höchststände ansteigen ließ. Wie hat sich der BHF Flexible Allocation in diesem sehr schwankungsintensiven Marktumfeld geschlagen?

Der BHF Flexible Allocation FT hat die Vorteile seiner hochflexiblen, pointierten Steuerung der Aktienquote in diesem Zeitraum vollständig genutzt und damit seine Qualität eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Während FondsManager Schlumberger das Aktienexposure bis zum 15. Oktober bis auf 45 Prozent abgesenkt hatte, wurde es in den folgenden Tagen direkt wieder auf über 70 Prozent und im November in der Spitze bis auf 83 Prozent ausgebaut. Dieses schnelle Handeln erbrachte ein großes Plus auf der Performanceebene: Wie Schlumberger berichtet, konnte durch die konsequente Long-Positionierung im Zusammenspiel mit der nachhaltigen Value-Selektion der Einzeltitel der BHF Flexible Allocation FT seit dem Tiefpunkt der Märkte Mitte Oktober bis Ende November mit 9 Prozent Wertzuwachs einen starken Zwischenspurt hinlegen und nach einem schwächeren ersten Halbjahr gegenüber seinen Wettbewerbern wieder deutlich an Boden gutmachen. Deutlich wird dies in erster Linie an der erheblich schwächeren Peergroup-Performance in diesem Zeitraum, die gerade einmal +3,7 Prozent betrug. Im gesamten laufenden Jahr liegt der BHF Flexible Allocation FT mit 6,7 Prozent im Plus (Peergroup: +3,4 Prozent, Stichtag: 1. Dezember 2014).

Was hat die letzte Aufwärtsbewegung an den globalen Aktienmärkten getrieben? Auslöser für die Erholung an den Märkten waren der massive geldpolitische Rückenwind, nachlassende Sorgen um die Verfassung der Weltkonjunktur und eine besser als erwartete Berichtssaison in den USA, betont FondsManager Dr. Schlumberger. Ganz wichtig bleibe die Rolle der Notenbanken. Mit Ausnahme der Fed haben die wichtigen Zentralbanken in Japan, China und Euroland weitere expansive Maßnahmen vollzogen oder signalisiert. Dies werde die Geldmenge M3 in der Eurozone weiter steigen lassen, so der Marktexperte, was eine gute Voraussetzung für steigende Aktienkurse auch im nächsten Jahr bilde.

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Da Mario Draghi und die EZB mit ihrem Kampf gegen die sinkende Inflationsrate angesichts stark fallender Ölpreise auf verlorenem Posten stehen würden, so die Einschätzung von Schlumberger, sei in 2015 mit breit angelegten Staatsanleihenkäufen der EZB zu rechnen, was die Liquidität an den Kapitalmärkten weiter ansteigen lasse. Weitere Prognosen von FondsManager Schlumberger für das kommende Jahr: Die fortgesetzte Abwertung des US-Dollar werde sich positiv auf die deutsche und europäische Wirtschaft auswirken und so die Aussichten für europäische Dividendentitel verbessern. Der US-Aktienmarkt gehört hingegen 2015 nicht zu den Favoriten von Schlumberger: Das Gewinnwachstum der US-Firmen sei kaum noch weiter zu steigern, zudem dürfte es ab dem dritten Quartal mit der ersten US-Zinserhöhung Ernst werden.

Am europäischen Anleihenmarkt erwartet Schlumberger in 2015 allmählich wieder steigende Zinsen, nachdem EZB-Staatsanleihenkäufe zu einem letzten „Boost“ bei den Rentenkursen führen könnten. Die Asset Allokation, mit der der BHF Flexible Allocation FT sich entsprechend positioniert hat, sieht Anfang Dezember folgendermaßen aus: Eine Aktienquote von 84 Prozent (+5 Prozent gegenüber November) sowie ein Anteil von 14 Prozent Rentenpapieren am FondsVermögen, von denen wiederum rund ein Viertel in US-Dollar gehalten wird. Zwar könnte es in 2015 eine stärkere Korrektur an den Aktienmärkten geben, so Schlumberger weiter – ein zwischenzeitliches Minus von 20 Prozent sei hier denkbar -, doch dürfte dieses bald wieder kompensiert werden. In der Konsequenz wird die taktische Übergewichtung von Aktien auch im kommenden Jahr die Strategie des flexiblen Mischfonds bestimmen.

Siehe auch

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